Donnerstag, 26. Juni 2014

Ankommen im Alltag

Der Frosch ist 2 Jahre und 2 Wochen und 2 Tage alt

Der Babybruder ist 1 Woche und 6 Tage alt


Nun ist das Äffchen fast 14 Tage alt, Morgen hätte ich faktisch Entbindungstermin. Es ist für mich immer noch etwas merkwürdig, dass der Bauch vor dem Entbindungstermin bereits leer war. 

Ich hatte mir zwar aufgrund meiner Beschwerden gewünscht, dass die Schwangerschaft zeitnah zu Ende geht, aber natürlich nicht so, wie es letztendlich ablief. 

Hat mich rückwirkend alles etwas überrumpelt. Als ich aus dem Krankenhaus Zuhause war, viel mir erst einmal auf, dass ich unterbewusst wohl wirklich nicht damit gerechnet hatte, dass das Äffchen früher zur Welt kommen könnte. Ich hatte so einiges noch gar nicht gerichtet. Kleidung war beispielsweise gewaschen und beim Frosch in den Schrank geräumt, aber so recht nach Größen sortiert war nichts. Der Wickeltisch im Schlafzimmer war zwar mit Stoffwindeln - die wir aktuell mehr oder weniger auf Eis liegen haben -  bestückt, aber sämtliche Utensilien wie Feuchttücher, Trockentücher usw. fehlten. Kleinigkeiten zwar, aber das summierte sich. Der Autositz war noch im Keller verstaut und der Babyeinsatz nicht auffindbar. Außerdem stellte ich fest, dass ich recht wenig Kleidung in 50/56 oder 56 zur Verfügung hatte. Klar, das wird nicht lange getragen, aber 62 war für das 50 cm Äffchen definitiv zu groß.



Aber zurück zum Alltag zu Viert...
 
Ursprünglich wollte ich bis Dienstag oder sogar Mittwoch im Krankenhaus bleiben. Die Unterbringung dort ist klasse und ich wollte die Zeit zu Zweit nutzen, damit das Äffchen und ich uns näher kennenlernen konnten. Vom Kaiserschnitt an sich erholte ich mich dort schon sehr gut. Ich war wesentlich schneller wieder auf den Beinen als beim Frosch damals.

Der durfte seinen Bruder bereits samstags kennenlernen. Ich war aufgeregt, wie der erste Kontakt zwischen den Brüdern wohl laufen würde. Dazu kam ja, dass der Frosch mich seit Donnerstagmorgen nicht mehr gesehen hatte. Ich hatte ihn fürchterlich vermisst! Ängste, dass er auf das Äffchen irgendwie negativ reagieren könnte, wurden sofort zerstreut. Er steuerte den kleinen Bruder gleich an und streichelte ihn liebevoll.

Dienstag oder Mittwoch wollte ich also Nachhause gehen und mein Mann wollte montags noch einmal arbeiten, der Frosch war bis mittags sowieso in der Kinderkrippe untergebracht. Montagmorgen kam dann die Nachricht meines Mannes, dass der Frosch sich warm anfühlen würde. Er hatte auch tatsächlich über 39 °C Temperatur und ich wollte einfach nur noch bei meinem kranken Kind sein.

Zuerst stand aber noch die Geburtsanmeldung an, wozu ich meinen Mann benötigte der die Unterlagen hatte. Außerdem die U2 beim Kinderarzt und das im Krankenhaus angebotene Fotoshooting hatte sich ebenfalls noch ergeben.

Ich bin immer wieder dankbar für das "Dorf", dass wir hinter uns haben. Der Frosch wurde morgens vom Opa betreut und nachmittags ging meine Mutter mit ihm zum Kinderarzt. Ich wartete derweilen auf die Untersuchung der Ärztin und spielte weiter mit dem Gedanken Nachhause zu gehen.

Ich durfte dann tatsächlich das Krankenhaus verlassen, wenn die Ärztin auch etwas erstaunt darüber war und irgendwie war ich auch traurig darüber. Es war so ein bisschen ein Abschluss, ein letztes Mal. Familienplanung ist hier nämlich zu 90% abgeschlossen.


Die erste Woche Zuhause war dann wirklich sehr, sagen wir mal, hart. Ein krankes Kleinkind - Es stellte sich heraus, dass er Hand-Fuß-Mund hatte. Da bringt er seit einem Jahr in der Betreuung nur Erkältungen mit Nachhause und kaum ist der Babybruder auf der Welt, schleppt der Frosch die "Seuche" an. - eine Mutter im Wochenbett, ein Säugling, der Tag und Nacht verwechselt. Wir waren alle erleichtert, als es Tom wieder besser ging. Es tat mir furchtbar leid, dass wir Paul so von ihm fernhalten musste, wo er ihn doch gerne Kuscheln und Streicheln wollte.

Durch das Hormonchaos ging mir das sehr nah, zumal ich sowieso das Gefühl hatte, dass der Frosch erst einmal verarbeiten musste, dass ich ihn zwar Donnerstags in die Krippe gebracht hatte, dann aber verschwunden war. Natürlich hatten die Großeltern ihm erklärt, dass sein kleiner Bruder jetzt raus möchte, aber man weiß halt doch nicht, wie ein Kleinkind solche Informationen aufnimmt und versteht.

Der Frosch ist aktuell furchtbar anhänglich und will wieder ganz viel "Mama". Die Narbe am Bauch hat er mit: "Hast du da ein Aua, Mama?" kommentiert und wollte mir sanft darüber streicheln und pusten. Regelmäßig hat er sich erkundigt, ob ich noch ein Pflaster habe und als ich ihn vorgestern fragte, ob wir seinen Legozug zusammen aufbauen sollen, schaute er mich ganz verdutzt an und sprach: "Geht's dir wieder besser, kannst du wieder laufen?"

Der Babybruder selbst ist aktuell noch ganz pflegeleicht, mal davon abgesehen, dass er mich kaum Schlafen lässt und passenderweise der Frosch sich immer dann meldet, wenn ich gerade mal schlafen kann. Das war die ersten Tage richtig heftig für mich, bis der Frosch-Äffchen-Papa zu mir sagte: "Du hast gewusst, dass es so kommen kann, also steh es durch!" Sehr unsensibel, mein Mann ist halt Realist und seit dem belastet mich der Schlafmangel auch nicht mehr so enorm. Er hat schließlich recht.

Stillen klappt übrigens ganz prima, wenn ich schon meine Kinder nicht "richtig" gebären kann, so kann ich sie wenigstens ordentlich ernähren. *Ironie*

Ich wusste dieses Mal, was auf mich zu kommt und habe das Äffchen bereits im Krankenhaus nach Bedarf angelegt. Er hat auch ganz toll getrunken, leider hatten meine Brüste irgendwann nicht mehr mitgemacht und ich hatte auf Stillhütchen zurückgegriffen. Aber das ist halb so wild. Ein bisschen Pre hatte ich mit einer Spritze noch zugefüttert, der  Milcheinschuss kam aber bereits am 3. Tag nach dem Kaiserschnitt und beschert mir seit dem einen Ausschnitt - ganz ohne OP - wie ich ihn mir sonst nur erträumt habe. Das Geburtsgewicht hatte Paul bereits vergangenen Montag wieder erreicht und trinkt sich seit dem regelmäßig ins Milchkoma.

Der Frosch-Äffchen-Papa muss nun ab nächsten Dienstag wieder Arbeiten und ich bin ehrlich gesagt noch ein bisschen ängstlich, wie ich das morgens mit zwei Kindern händeln soll. Es dauert doch sehr lange, bis beide versorgt sind und ich selbst auch.

Der Haushalt geht mir mächtig auf den Keks. Es sagt sich immer so leicht, dass man im Wochenbett den Haushalt links liegen lassen soll. Aber das funktioniert auch nur bedingt, schließlich soll langsam wieder Normalität einkehren und ich möchte hier wieder selbst den Laden "schmeißen". Wie sagte die Johanna-Mama zu mir: "langsam" ist das Stichwort.

Samstag, 21. Juni 2014

Newborn(Stoff)Windeln im Test (Teil 1)

Der Frosch ist 2 Jahre und 1 Woche und 3 Tage alt

Der Babybruder ist 1 Woche und 1 Tag alt

Der Babybruder ist mittlerweile geboren und die Newbornstoffwindeln sollten natürlich nicht im Regal verstauben.

Vorweg kann ich sagen, dass fast all unsere Newbornwindel im Erstgebrauch durchgefallen sind, was ich ziemlich enttäuschend fand.

Ich bin absolut für Stoffwindel. Mich stört hier aber tatsächlich, dass man darauf achten muss, dass sie nicht zu lange am Kind sind, weil sie sonst sofort auslaufen und das Kind komplett umgezogen werden muss.

Das ist ein großer Minuspunkt von meiner Seite aus. Im Wochenbett, wo sich der Alltag noch einspielt und mit einem weiteren Wickelkind, halte ich es dann doch für praktischer bei den Wegwerfwindeln zu bleiben oder eine Mischung aus beidem zu praktizieren.

Trägt das Baby eine Wegwerfwindel, macht es nichts, wenn man es erst noch ausschlafen lässt und ihm nicht gleich panisch die Stoffie vom Popo reißt, weil diese auszulaufen droht.

Wegwerfwindeln haben hier den klaren Vorteil, dass sie einfach mehr Saugvolumen mitliefern und dadurch zuverlässiger sind. Das ist natürlich kein Grund, die Windel über Stunden am Kind zu lassen, aber gerade bei Babys, die noch so viel schlafen durchaus vorteilhaft. Außerdem muss ich nicht ständig die Befürchtung haben, dass die Stoffwindel nicht zuverlässig genug ist. Wobei man sagen muss, dass auch Pampers und Co. keinen 100% Auslaufschutz mitliefern.

Die vorangegangen Posts zu den Neugeborenen Stoffies bzgl. Aussehen und Vergleichsbilder untereinander findet ihr hier:

Newborn(Stoff)Windeln (Teil 1)
Newborn(Stoff)Windeln (Teil 2)


Tots Bots TeenyFit V3 
AIO (All-in-One) mit Pockettasche


Dafür, dass ich Sorge hatte, diese Windel könnte meinem 3560g schweren Neugeborenen nicht passen, sieht sie ziemlich voluminös aus und es ist noch Spielraum nach oben vorhanden.

Die mitgelieferte Einlage hatten wir beim Test nun gar nicht eingelegt, sonst hätte es noch kompakter ausgesehen.



Da der Bauchnabel zum Testzeitpunkt noch nicht abgefallen war, störte mich hier auf jeden Fall das riesige, feste Klett.

Gehalten hatte die Tots Bots bei uns knapp 2,5 Stunden, dann waren Windel und Kind nass. Grundsätzlich sind 2,5 Stunden für eine Stoffwindel absolut in Ordnung. Aber gerade im Wochenbett mit Neugeborenem hat man dann doch besseres zu tun, als explizit auf die Uhr zu schauen. Deshalb bin ich mit dieser Windel vorerst nicht zufrieden. Ich hätte erwartet, dass sie ein bisschen mehr aushält. Möglicherweise braucht das Äffchen aber einfach noch mehr Babyspeck.

Pop In Newborn(set)
AI2 (All-in-Two)


Die Pop In saß mit am besten an meinem Kind, sie machte den schlankesten Windelpopo. Gehalten hat sie beim 1. Versuch 3 Stunden, dann waren die Einlagen allerdings komplett nass und den Kleinen musste ich ebenfalls wieder umziehen. Beim 2. Versuch hatte ich auf die Uhrzeit geachtet und die Windel nach 2,5 Stunden gewechselt.


Auch hier kann ich sagen, 3 Stunden sind für eine Stoffwindel gut. Aber es wäre doch von Vorteil, wenn sie nicht sofort überlaufen, wenn sie einen Tacken zu lange am Kind sind.

Die Pop In hat, obwohl sie an den Beinen optisch locker saß, leichte Abdrücke hinterlassen. Ansonsten kann ich hier nichts negatives berichten. Das Klett ist nicht zu breit und nicht zu schmal und ich hatte nicht den Eindruck, dass etwas auf den Bauchnabel drückt.

Bumgenius Freetime
AIO (All-in-One)

Die Bumgenius lies sich gut anlegen. Macht gegenüber der Pop In einen dickeren Windelpopo, der aber immer noch schlanker ausschaut als bei der Tots Bots.


Das Klett ist hier wieder relativ breit gehalten, obwohl der Klettverschluss das gar nicht benötigen würde. Es ist aber genügend Stoff zwischen Klett und Windelende vorhanden, dass hier nichts auf den empfindlichen Bauchnabel drücken dürfte.

Die Bumgenius lief bei uns nach 2,5 Stunden aus. Wie die anderen Stoffies ebenfalls, genau dort, wo der Kleine schlief.


Blueberry SimplexAIO (All-in-One) mit Pocketfunktion

Die Blueberry wurde hier ca. 1 Stunde getragen, musste dann gewechselt werden, weil das Äffchen sie "gefüllt" hatte. Sie hielt dicht und hätte auch noch etwas mehr gesaugt. Viel mehr als 2 Stunden würde ich der Blueberry aber ebenfalls nicht geben.



Die Passform ist zufriedenstellend, ich mag die Aussparung am Bauchnabel. Allerdings kann man dann das Klett nicht mehr enger stellen.


Bindewindel von Frl. Rucksack mit Überhose

Die Bindewindeln von Frl. Rucksack hatte ich im April auf dem Blog vorgestellt. Hier saugt die komplette Windel und benötigt daher eine Überhose.

Ich habe für den Frosch Überhosen von Hu-da und TotsBots hier. Diese sind aber noch so viel zu groß, dass ich sie fast einmal um das ganze Kind wickeln könnte. Hier hätte ich definitiv etwas kleineres brauchen können.


Die Bindewindel selbst ist auch noch zu groß. Sie ging ein gutes Stück über den Bauchnabel und hat sich dann auch bis dort hin vollgesaugt. Gehalten hat sie aber ganz prima und ist einer meiner Favoriten. Jetzt muss das Äffchen nur noch ein bisschen reinwachsen.


Die Bamboolik MiniMimi, AIO (All-in-One) mit Pockettasche und die Tots Bots Bamboozle Höschenwindel konnten wir noch nicht testen, da beides einfach noch viel, viel zu groß ist.

Höschenwindel und Überhosen sind noch viel zu groß
 
Die Bamboolik passt ebenfalls noch nicht

Auch in die 1er Manufakturwindeln muss das Äffchen erst noch reinwachsen. Produkttest dieser Stoffies folgt demnach.
 
Bitte beachten, dass es sich hier um einen persönlichen Erfahrungsbericht zum Thema Stoffwindeln handelt.

Freitag, 20. Juni 2014

Freitag, der 13. - Geburtsbericht vom Babybruder

Der Frosch ist 2 Jahre und 1 Woche alt
 
Der Babybruder ist 5 Tage alt

11.06.2014
Angefangen hat eigentlich alles bereits am Geburtstag vom Frosch. Ich wollte mich vor dem Eintreffen der Familie kurz frisch machen, hüpfte unter die Dusche und als ich bereits abgetrocknet war, lief mir etwas Flüssigkeit das Bein hinunter. Fruchtwasser?! Heute, jetzt?! Ich hatte nichts gehört, beim Frosch war die Fruchtblase damals mit einem lauten Knall geplatzt, aber ignorieren konnte ich das nun auch nicht. Passenderweise zog es plötzlich in den Rücken und ich bekam einen harten Bauch. Ich war verunsichert und ehrlich gesagt auch verärgert. Kann nicht einmal etwas normal laufen? So fuhren der Papa und ich gegen Abend in Krankenhaus um einen Blasensprung ausschließen zu lassen oder auch nicht.

Der Verdacht auf Blasensprung wurde im Krankenhaus tatsächlich nicht bestätigt. Weder die Tests ergaben etwas, noch zeigten sich Wehen auf dem CTG. Allerdings empfand die untersuchende Ärztin das Fruchtwasser im Ultraschall durchaus als bedenklich wenig in dieser Schwangerschaftswoche und bat mich, dass ich mich freitags bei meiner Frauenärztin vorstellen solle. Ich erklärte noch kurz, dass "wenig Fruchtwasser" für mich keine Neuigkeit sei, ich hätte schon die ganze Schwangerschaft über nicht sehr viel. Die Ärztin war dennoch der Meinung, dass ich es abklären lassen müsse.

12.06.2014
Der Frosch war in der Kinderkrippe untergebracht und ich ging Lebensmittel für den Kindergeburtstag einkaufen. Es tat mir immer noch leid, dass der Frosch-Papa und ich gestern den Geburtstag verlassen mussten um ins Krankenhaus zu fahren.
Zuhause rief ich meine Frauenärztin an und schilderte der Sprechstundenhilfe den gestrigen Krankenhausbesuch. Da ich erst am 10.06.2014 zur Kontrolle bei meiner Ärztin war, wollte die Sprechstundenhilfe abklären, ob es tatsächlich notwendig sei, dass ich vorbeikomme. Es war notwendig und so machte ich mich auf den Weg.
Es wurde erneut ein unauffälliges CTG geschrieben und danach durfte ich zum Ultraschall. Am Dienstag hatte ich mich mit meiner Ärztin noch darüber unterhalten, dass ich die mögliche Einleitung am kommenden Freitag, aufgrund meiner Beschwerden, wohl nicht in Anspruch nehmen werde. Sie hielt dies für eine gute Entscheidung und auch der Hebamme hatte ich mitgeteilt, dass sich das für mich einfach nicht richtig anfühlen würde. Nun schallte meine Frauenärztin den Bauch und sagte sofort, dass zu wenig Fruchtwasser vorhanden sei, definitiv weniger als am Dienstag. Es wären lediglich kleine "Pfützen" vorhanden und fast nur noch Kind im Bauch. Ich solle mich doch bitte mit dem Krankenhaus bzgl. Einleitung in Verbindung setzen. Möglicherweise doch ein hoher Blasensprung, der nicht nachgewiesen werden konnte?


Damit hatte ich so überhaupt nicht gerechnet, wenn ich ehrlich bin. Ich dachte, ich gehe wieder Nachhause und mittags wird der Kindergeburtstag vom Frosch gefeiert.
Es ist das eine, einen Wunsch zu haben, dass sich die eigenen Schwangerschaft dem Ende neigt. Aber im Grunde rechnet man doch mit 40 bzw. 41 Schwangerschaftswochen.


Ich rufe im Krankenhaus an und soll vorbeikommen. Meine Mutter fährt mich, der Frosch-Papa will sich mit mir dort treffen. Wir besprechen, dass meine Mutter und die Schwiegermutter den Kindergeburtstag am Mittag übernehmen. So muss dieser nicht ausfallen.

Mittags um 15:00 Uhr bekomme ich das erste Mal Gel. Ich hatte auch Kaiserschnitt aufgezeigt bekommen, will es aber mit der Einleitung versuchen. Es hieß, ich dürfe es mir jederzeit anders überlegen. So war es im Grunde auch in den Geburtsplanungsgesprächen ausgemacht, hätte ich die Einleitung aufgrund meiner Beschwerden in Anspruch genommen.

Ich bekomme relativ schnell Wehen, die sich bis abends verstärken und schön regelmäßig sind. Es erstaunt uns, weil es hieß, wir müssen mit bis zu 3 Tagen rechnen, bis der Körper evtl. auf das Gel reagiert. Ich finde die Wehen gut, kein Vergleich zum 0-auf-100-Wehensturm beim Frosch damals.

Wir dürfen in den Kreißsaal umziehen, ich darf in die Wanne und ich scherze noch mit meinem Mann, dass ich dieses Mal wirklich alle Hilfsmittel wie z.B. Wanne, Seil und den Ball ausprobiert habe. Beim Frosch hing ich wie ein Schluck Wasser auf einem Stuhl und war nicht mehr ansprechbar.

Leider werden die Wehen Richtung Nacht wieder unregelmäßig. Wir sollen uns, laut Hebamme, ausruhen. Ich bekomme eine Buscopan/Paracetamoltablette.

Die Nacht ist unruhig, bis zum Morgen sind die Wehen nicht mehr da bzw. so leicht, dass ich sie nicht mehr spüre.

13.06.2014
Die Wehen sind weg. Es ist, als wäre nie was gewesen. Der Befund von Muttermund und Gebärmutterhals sind für mich ernüchternd, nur 2 Finger breit und der Gebärmutterhals steht auch noch auf ca. 1 cm. Ich bin enttäuscht und vermisse den Frosch ganz fürchterlich. Mein Mann soll von meiner Mutter abgelöst werden und fährt Nachhause.

Ich denke über einen Kaiserschnitt nach, möchte mit einem Arzt sprechen. Es dauert bis in den Vormittag, bis endlich zwei Ärztinnen vorbeischauen. Es ist eine der Ärztinnen vom Geburtsplanungsgespräch und die andere hatte mich vor der Einleitung untersucht.

Beide bestärken mich in der Fortführung der Einleitung. Die Oberärztin erinnert mich an das Geburtsplanungsgespräch und an meine Wünsche. Ich komme zwar kaum zu Wort und die Hebamme fragt mich später, ob die Fortführung der Einleitung wirklich in Ordnung für mich sei, stimme den beiden aber zu.

Ich bekomme vormittags das 2. Mal Gel. Die Wehen kommen wieder, aber recht erträglich. Bin ich gestern gerne herumgelaufen, so ist heute die Luft raus und ich will lieber liegen.

Abends bekomme ich das 3. Mal Gel. Laut Hebamme hat sich am Befund des Muttermundes und des Gebärmutterhalses nichts getan. Diese Hebamme ist sogar der Meinung, dass noch mehr als 1 cm an Gebärmutterhals stehen.

Ich bekomme bald nach dem Gel sehr starke Wehen, muss intensiv veratmen. Die Badewanne bringt Erleichterung. Die Abstände werden kürzer und ich kann die Wehen nicht mehr ohne Geräusch veratmen. Denke über Schmerzmittel nach. Der Druck nach unten nimmt zu. 

Dann will mich die Hebamme erneut untersuchen, es ist ca. 20 Uhr. Leider haben auch diese Wehen nichts bewirkt. Die Hebamme kommt kaum an den Muttermund.

Ich sage, dass ich die Einleitung beenden möchte, dass ich das nach diesem Befund nicht weiter schaffe und den Kaiserschnitt möchte. Die Wehen sind wie bei Tom. Wehenstürme, die mir kaum Luft lassen und über mich herein brechen. Ich spüre nur noch den Schmerz, kann mich kaum noch aufs Veratmen konzentrieren.

Die Hebamme versteht mich und will die Ärztin anrufen. Versucht nicht mich vom Weitermachen zu überzeugen.

Dann kommt eines zum anderen, es brechen Wehenstürme auf mich ein, dass es mich innerlich zerreißt. Ich habe schreckliche Panik die Narbe reißt. Mittlerweile liege ich bewegungsunfähig auf dem Bett, das verabreichte Schmerzmittel bringt nichts, eine andere Hebamme schaut vorbei, ist uninformiert und findet es super, was sich bei mir getan hat?!?! Will mich untersuchen. Sie kapiert nicht, dass sich nichts getan hat.

Die Ärztin ist launisch und diskutiert tatsächlich herum, wird unfreundlich zu meiner Mutter, weil sie für mich redet. Wo ist mein besprochenes Recht auf die Reißleine?! Die Ärztin findet einen Kaiserschnitt nicht zwingend notwendig. Sie zeigt mir aber auch keine Hilfsmittel auf, ist patzig. Ich kann die Wehen nicht mehr unterstützend veratmen, habe Angst vor der nächsten Wehe und nach wie vor Panik, dass die Narbe reißen könnte. Ich zittere und denke kurz über eine PDA und das Weitermachen nach, aber ich habe mich entschieden. Hier ist meine Grenze, ich kann nicht mehr. 

Ich bekomme Wehenhemmer, der nicht viel bringt und muss auf den OP warten. Es ist die Hölle mit solch unsagbaren Schmerzen herrumtransportiert zu werden. Unten werde ich auf dem Rücken festgeschnallt und habe dabei Wehen vom Feinsten. Es wird erst besser, als endlich die Spinalanästhesie sitzt.

Meine Mutter ist beim Kaiserschnitt dabei. Mein Mann sollte die Nacht eigentlich bei Tom verbringen. Er kommt um Paul oben in Empfang zu nehmen.

Der Kleine ist wundervoll, hat so viele schwarze Haare! Er ist voll mit Käseschmiere. Kein Wunder, bin ich doch erst bei 38+0 laut Mutterpass.

P A U L, geb. am 13.06.2014, um 21:58 Uhr, 3560 g schwer, 50 cm groß, 36,5 cm Kopfumfang.

Nach der OP durfte ich sofort nach oben, musste nicht in den Aufwachraum. Hatte so Paul gleich bei mir.

Jetzt heisst es erst einmal beschnuppern, kuscheln, kennenlernen und im Alltag ankommen.

Samstag, 14. Juni 2014

Willkommen "Babybruder"

Der Frosch ist 2 Jahre und 3 Tage alt
 
Der Babybruder ist 8 Stunden alt
 
Ein Baby lässt die Liebe stärker, die Nächte kürzer, das Guthaben kleiner, das Heim glücklicher, die Vergangenheit blasser und die Herzen größer werden!
 
Paul, geb. am 13.06.2014, 21:58 Uhr, 3560 g schwer, 50 cm groß und einen Kopfumfang von 36,5 cm
 
Es war alles sehr turbulent und ist absolut anders gelaufen als gewünscht. Aber es geht uns gut, das ist die Hauptsache.

Mittwoch, 11. Juni 2014

Stoffwindeln: Abstapeln, Platz machen für neues - Unikatwindel aus der Windelmanufaktur

Der Frosch ist 2 Jahre alt - Happy Birthday!

38. Schwangerschaftswoche, 37 Wochen und 2 Tage Schwanger bzw. 38 Wochen und 5 Tage Schwanger



Ich hatte bereits hin und wieder erwähnt, dass man gut erhaltene Stoffwindeln z.B. über einen Stoffwindelflohmarkt, mit wenig Verlust, wieder Veräußern kann.

So sind hier in den letzten Monaten viele Windeln ein- aber auch wieder ausgezogen. Manche Systeme sagen einem einfach nicht zu oder man hat sich an einem bestimmten Muster satt gesehen.

"Super Star"

Oder aber, man erliegt der bösen Stoffwindelsucht. Die Stoffieindustrie hat das schon ganz geschickt gemacht, regelmäßig gibt es Sonderdesigns auf dem Markt und die braucht man natürlich unbedingt, wirklich!



Unikatwindeln bekommt man bei der Windelmanufaktur auf Wunsch immer. Man ist nur selbst zuständig für die Organisation des Stoffes und muss sich dann 3-6 Wochen gedulden.

Da es viele schöne Stoffe auf dem Markt gibt, könnte man sich ständig Windeln daraus fertigen lassen und gerade im Sommer, kann der Träger sie auch präsentieren.


Bei uns musste dieses Mal das Unikat "Apfelliebe" ziehen, damit die "Super Star" Einzug halten konnte.

Die Manufakturwindeln sind bei uns übrigens die einzigen AI3 (All-in-3) Windeln, die uns vom System her zusagen. Sonst wickeln wir, von den Nachtwindeln einmal abgesehen, ausschließlich mit AIO (All-in-one) Stoffwindeln mit und ohne Pockettasche und selbst die als AI2 ausgezeichneten Pop In, werden hier als AIO verwendet.

Die AIO sind bei uns einfach zuverlässiger und man kann beim Anlegen nicht so viel "falsch" machen wie bei einem AI3 System. Hier sollte man z.B. darauf achten, dass die Innenwindel an den Beinen anliegt und auch mit den Einlagen muss man ggf. etwas testen, bis man die richtige bzw. auslaufsichere Variante für den Träger gefunden hat. Halten tun die Einlagen (Zorbbooster und Frottee) der Manufakturwindel bei uns 2 bis 2,5 Stunden lang.

Und manchmal, dann wird auch aus einer AI3 Stoffie eine AIO, wenn was daneben geht und die ganze Windel in der Wäsche landet. Aber das Stoffwindelregal ist schließlich voll genug.

Bitte beachten, dass es sich hier um einen persönlichen Erfahrungsbericht zum Thema Stoffwindeln handelt.

Produkttest: Die Chamäleon Stoffie von Cushie Tushies

Der Frosch ist 2 Jahre alt - Happy Birthday!

38. Schwangerschaftswoche, 37 Wochen und 2 Tage Schwanger bzw. 38 Wochen und 5 Tage Schwanger

http://www.cushietushies.de/

Caroline, welche den deutschen "Cushie Tushies" Onlineshop mit ihrem Mann betreibt, hat mir eine der Chamäleon Stoffwindeln inkl. wiederverwendbare Einlagen und Wegwerfeinlagen zukommen lassen.


Diese australische Windelmarke war mir bis zu unserem netten Mailkontakt gänzlich unbekannt und ich musste mich erst einmal näher informieren.

Design Toffee Apple
Die Chamäleon Stoffwindel soll, obwohl sie keine Verkleinerungssnaps besitzt, bereits einem Neugeborenen ab 3 kg passen und bis zum Ende der Wickelzeit, bis ca. 17 kg tragbar sein.

Newborn-Einstellung
Man kann sie sowohl als komplette Stoffwindel mit den mitgelieferten, waschbaren Einlagen verwenden, aber auch als Hybrit-Windel. Hier ersetzt man die wiederverwendbaren Einlagen durch umweltfreundliche, biologisch abbaubare Wegwerfeinlagen.

Mitgelieferte, waschbare Einlagen
Zusätzlich ist die Cushie Tushie, mit dem Nachtbooster auch als Nachtwindel geeignet. Ein wirkliches Allround-Talent, eine Chamäleonwindel eben.

Die “Chamäleon” Außenhülle besteht aus einer Minky Außenschicht, einer wasserdichten und luftdurchlässigen Schicht Polyurethan Laminat (PUL) und einer inneren Schicht aus gering allergenem “bleib-trocken” Microvlies.

Ich hatte bisher nie eine Windel mit Minky Außenhülle in der Hand. Ich mag das Material, die Windel fühlt sich dadurch an wie ein gewöhnliches Kleidungsstück und ist weich und anpassungsfähig. Trotzdem war ich ziemlich skeptisch und konnte mir vor dem Produkttest nicht so richtig vorstellen, dass die Windel tatsächlich keine Feuchtigkeit nach außen trägt.

Gehalten hat sie tatsächlich, nach 2,5 Stunden waren beide waschbare Einlagen durchnässt und der Innenteil der Windel ebenfalls. Daher war vor dem nächsten Test erst ein erneuter Waschgang notwendig.

Das Waschen hat mich übrigens sehr verunsichert. Auf der Windel selbst sind keine eindeutigen Temperaturangaben vorhanden. Angeblich genügen niedrige Temperaturen von 40 Grad. Ich wasche hier aber sämtliche Windeln bei 60 Grad, deshalb landete auch die Cushie Tushie mit in der Maschine. Noch bevor der Frosch sie überhaupt Produkttesten konnte, dachte ich schon, ich hätte die Windel kaputt gewaschen. Das PUL im Inneren knisterte verdächtig und es fühlte sich merkwürdig an.

Mir wurde versichert, dass dies absolut normal sei. Dass es aber empfehlenswert ist, diese Windel tatsächlich nicht bei 60 Grad zu waschen. Die Einlagen vertragen aber höhere Temperaturen. Was ich, rein von der Hygiene, auch wichtig finde.



Beim Frosch mit seinen 84 cm und 11 kg lag die Chamäleon vorne schon arg hüftig auf. Allerdings betone ich gerne, dass alleine die Größe und das Gewicht nicht zwangsläufig etwas darüber aussagt, ob und wie lange eine Windel passt. Nicht jede Stoffwindel, passt an jeden Windelpopo.

Cushie Tushie mit Nightbooster
Wir haben die Chamäleon auch als Nachtwindel getestet. Damit das Saugvolumen erhöht wird, legt man den Nachtbooster (Bambus) unter die eingeknöpfte Einlage. Da die Windel beim Frosch schon relativ knapp saß, war das Windelpaket sehr voluminös und saß stramm. Hier hatte es in der Testnacht auch noch an die 30 Grad und der Tester hatte über den Tag sehr viel getrunken. Wenn man bedenkt, dass wir normalerweise Höschenwindeln für die Nacht nutzen und diese mit diversen Einlagen (Bambus, Booster, Hanf) stopfen, war fast klar, dass die Cushie beim Frosch nicht die komplette Nacht schafft.

Bei kleineren Kindern könnte ich mir aber gut vorstellen, dass sie sich als Nachtwindel eignet. Vielleicht nicht bei diesen Temperaturen, da muss ich gestehen, fand ich sie zu plüschig.

Interessant ist die Verwendung der Tushie Cushie mit Wegwerfeinlagen. Gerade bei Ausflügen oder auch im Urlaub, wo man selten bis gar nicht Waschen kann, dennoch nicht auf Wegwerfwindeln zurückgreifen möchte, erweisen sich solche Einlagen als sinnvoll. Wenn sie dann noch biologisch abbaubar sind sowieso. Allerdings hielt eine Einlage bei uns nur 1,5 Stunden, was nicht lange ist. Da die Einlagen recht dünn sind, könnte man zwei Einlagen übereinander legen. Generell finde ich das System, aus oben genannten Gründen, interessant, aber im Alltagsgebrauch kommt es für uns nicht in Frage.

Alles in allem ist die Chamäleon eine zuckersüße Windel, die ihren Zweck erfüllt.
Ich behalte mir daher vor, die Tushie Cushie mit dem Babybruder erneut produktzutesten und darüber zu berichten.

Bitte beachten, dass es sich hier um einen persönlichen Erfahrungsbericht zum Thema Stoffwindeln handelt.

Montag, 9. Juni 2014

(Mein) Wochenwechsel - 38. SSW - Ich weh so vor mich hin

Der Frosch ist 1 Jahr, 11  Monate, 4 Wochen alt

38. Schwangerschaftswoche, 37 Wochen und 0 Tage Schwanger bzw. 38 Wochen und 3 Tage Schwanger


Noch 21 Tage oder 18 Tage... oder (hoffentlich) weniger...


Nun ist er schon fast wieder vorbei, der Wochenwechsel nach "meinem" voraussichtlichen Entbindungstermin. Habe ich also auch hier den "Meilenstein" erreicht und dürfte in meinem Wunschkrankenhaus entbinden.

Das Pfingstwochenende war toll gewesen, ich hatte reichlich Ablenkung und dennoch kreist der Wunsch nach einer baldigen Entbindung in meinem Kopf herum.

Ich wehe mittlerweile ziemlich vor mich hin. Erinnert mich an die Tage vor der Geburt beim Frosch: harter Bauch, mal schmerzfrei, mal unangenehm mit und ohne Ziehen in den Rücken oder unten in den Bauch. Aber realistisch betrachtet glaube ich nicht, dass sich etwas vor der 40. SSW tut. Auch, wenn ich das Schwangerschaftsende wirklich herbeisehne.



Wie hatte ich beim Frosch damals geschrieben?! Die letzten Wochen ziehen sich wie Kaugummi.

Gewichtszunahme: 12-13 kg

Bauchumfang: 105 cm


Allgemeines Befinden: Vom Wunsch, endlich den Babybruder im Arm zu halten, abgesehen, geht es mir sehr gut. Selbst die Wassereinlagerungen halten sich in Grenzen.
  
Schwangerschaftsstreifen: Ich traue mich gar nicht mehr auf den Bauch zu gucken. Einen Bauchnabel habe ich ja schon lange nicht mehr...

Zwergis Aktivität: So langsam wird es unangenehm und teilweise schmerzhaft. Tritte in die Rippen sind ausgeblieben, aber bei dem tiefhängenden Bauch, kommt der Kleine da eher schwerlich dran. Dafür drückt er mir nun definitiv Organe ab.

Die nächtliche Toilettengänge häufen sich wieder.

Nächster Kontrolltermin: Morgen. 



Eure Tipps zum Entbindungstermin, könnt ihr hier abgeben.

Samstag, 7. Juni 2014

Freibad - Ablenkung läuft auf Hochtouren

Der Frosch ist 1 Jahr, 11  Monate, 3 Wochen und 6 Tage alt

37. Schwangerschaftswoche, 36 Wochen und 5 Tage Schwanger bzw. 38. Schwangerschaftswoche, 37 Wochen und 1 Tag Schwanger


Heute waren wir das erste Mal dieses Jahr im Freibad. Ich hätte nicht mehr gedacht, dass das vor der Geburt des Babybruders überhaupt noch was wird. Ich fühle mich sowieso schon so eingeschränkt und ganz alleine mit dem Frosch und sämtlichem Zubehör wie Tasche, Picknickdecke und Kinderwagen, das geht beim besten Willen nicht mehr.

Mal davon abgesehen, dass ich mich im "Gestrandeten-Wal-Stadium" auch nicht mehr im Strandoutfit der Öffentlichkeit präsentieren muss.

Nun hat es hier aber seit gestern Temperaturen von 30 Grad aufwärts. Ideales Schwimmbadwetter, aber absolut ungeeignete Temperaturen für Schwangere! Aber es bringt nichts den ganzen Tag in der Bude zu hocken und zu hoffen, dass der Babybruder doch bitte von alleine früher rauskommen möge.

Da der Frosch-Papa für den Wochenendeinkauf zuständig war, hat sich die Oma, die selbst schon jahrelang nicht mehr im Schwimmbad war, bereit erklärt mitzukommen und den Packesel gespielt. Absurd, was man für ein paar Stunden Schwimmbad tatsächlich alles benötigt.

Es war morgens noch richtig schön leer und wir hatten freie Parkplatz- und Schattenplatzwahl, herrlich und eine gute Entscheidung. Als wir uns mittags gegen 12:30 Uhr auf den Nachhauseweg machten, war die Hölle los.

Der Frosch und augenscheinlich auch die Oma, hatten viel Spaß und ich bin mit meinen dick, geschwollenen Haxen durch den See gewatschelt. Es war erstaunlich wie viele Schwangere mit ihren Familien dort waren. Ich war aber eindeutig die einzige, die so kurz vor dem Geburtstermin zu stehen scheint. Jedenfalls rein Optisch betrachtet. Um kein "öffentliches Ärgernis" zu erregen, lies ich einfach ein Trägershirt an. So habe ich mich selbst auch wohler gefühlt.

Auf dem Rückweg war der Frosch dann so müde, dass er insgesamt 3 Stunden Mittagsschlaf gehalten hat und ich mich dazulegen konnte. Gute Voraussetzungen um den Abend mit unseren Eltern beim Grillen zu verbringen.

Freitag, 6. Juni 2014

Wochenwechsel außer der Reihe - 38. SSW - Meilenstein

Der Frosch ist 1 Jahr, 11  Monate, 3 Wochen und 5 Tage alt

37. Schwangerschaftswoche, 36 Wochen und 4 Tage Schwanger bzw. 38. Schwangerschaftswoche, 37 Wochen und 0 Tage Schwanger


Damit ich nicht zu sehr für Verwirrung sorge. Ich wollte mich dieses Mal tatsächlich an dem von mir errechneten (voraussichtlichen) Entbindungstermin (30.06.2014) orientieren. Da ich den Eisprung durch die Ovulationstest schließlich ganz gut eingrenzen konnte. Beim Frosch hatte es mich damals Richtung Entbindungstermin wahnsinnig angefressen, als sich um den errechneten Termin der Frauenärztin (04.06.2012) so überhaupt nichts tat und ich eine Woche später zur Einleitung hätte gehen müssen, obwohl der Frosch, nach meinem errechneten Entbindungstermin (10.06.2012) faktisch nur einen Tag "überfällig" war und sich am 11.06.2012 schließlich auf den Weg machte.


Dieses Mal fallen der Entbindungstermin meiner Ärztin (27.06.2014) und meine Berechnung (30.06.2014) allerdings nur 3 Tage auseinander und da das Datum der Ärztin in meinem Mutterpass steht, ist heute für mich eine Art Meilenstein erreicht. Ich bin heute in der 38. SSW (37+0) und darf ab sofort in meinem Wunschkrankenhaus entbinden. Daher auch einen Wochenwechsel außer der Reihe.

Gewichtszunahme: 11-12 kg

Bauchumfang: 106 cm *Bitte nicht mehr weiter wachsen!* Ich finde es übrigens heftig wie tief der Bauch bereits hängt und der Vergleich zum Bauch in der Schwangerschaft mit dem Frosch erschreckt mich noch mehr.


41. SSW (40+6) in der Schwangerschaft 2012
Allgemeines Befinden: Seit ich das Gespräch im Krankenhaus hatte, geht es mir relativ gut. Ich meine, ich habe immer noch unter den Rückenschmerzen zu leiden, aber solange ich mich generell noch fortbewegen kann, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich mich am nächsten Freitag nicht zur Einleitung melden werde.
 
Ich habe es aktuell ganz gut im Griff, dass ich mich ablenke. Habe mir diese Woche ein neues Buch gekauft, das noch gelesen werden möchte. Habe meine Nägel bei der Nagelfrau "Babyfreundlich" abfeilen lassen. Versuche mich generell gerade wieder viel mehr zu bewegen, auch wenn ich abends wie ein dicker Käfer auf der Couch liege. Der Froschgeburtstag steht nächste Woche an, was mich gedanklich gut ablenkt und generell habe ich irgendwie das Gefühl, ich kann nun ganz gut damit umgehen, dass es noch 3 Wochen bis zum Geburtstermin sind.

Schwangerschaftsstreifen: Viele

Zwergis Aktivität: Es ist tatsächlich etwas ruhiger geworden. Ich habe das Gefühl, Bewegungen durch Kopf und Arme sind nun häufiger, als Bewegungen mit den Beinen.

Nächtliche Toilettengänge: 2-4 Mal

Nächster Kontrolltermin: am Dienstag

Donnerstag, 5. Juni 2014

Outfit of the day

Der Frosch ist 1 Jahr, 11  Monate, 3 Wochen und 4 Tage alt

37. Schwangerschaftswoche, 36 Wochen und 3 Tage Schwanger bzw. 36 Wochen und 6 Tage Schwanger

Gestern war ich in einer Babyboutique, nur mal gucken. Klar doch... Ich hätte den ganzen Laden leer kaufen können.


Mit seinen 84 cm und knapp 11 kg trägt mein fast 2 Jähriger hauptsächlich Kleidergröße 92. Gerade Hosen sitzen meist relativ locker und lègère und müssen umgeschlagen werden. Zum einen mag ich persönlich das lieber, zum anderen braucht er diese Hosengröße, wenn er Stoffwindeln trägt.
T-Shirt und Mütze von Mexx
Am besten find ich übrigens Hosen, die einen kompletten Gummizug oder innen ein Gummiband haben, mit dem man die Weite variieren kann. Die Regular Fit Hose von Babyface hat letzteres. Außerdem sind Hosenknopf und Reißverschluss keine Zierde, man kann sie komplett öffnen.

Luftige Jeanshose von Babyface

Dienstag, 3. Juni 2014

Familienbett: Beistellbett Fabimax oder "Es wird kuschelig"

Der Frosch ist 1 Jahr, 11  Monate, 3 Wochen und 2 Tage alt

37. Schwangerschaftswoche, 36 Wochen und 1 Tag Schwanger bzw. 36 Wochen und 4 Tage Schwanger

Es hat dieses Mal wirklich lange gedauert, bis wir uns für ein Beistellbett entschieden hatten. Generell, bis wir uns überhaupt einige waren.

Zuerst sollte es einfach ein 120 cm x 60 cm Bett werden, so wie das Roba Room Bed vom Frosch. Mit diesem Bett waren wir zufrieden. Allerdings waren Betthimmel und später sogar die verschließbare Stoffseite unnötig (geworden). Auch die mitgelieferte Matratze ersetzten wir durch eine hochwertigere. Daher entschieden wir uns vorerst gegen ein 2. Roba Room Bed und wollten ein 120er Bett bei Ikea kaufen.


So richtig zufrieden gestellt hat uns die Auswahl dieser Betten aber nicht und nach einem ersten Ausmessen im Schlafzimmer war schnell klar, das wird arg eng.

Zwischenzeitlich überlegten wir sogar, das Roba Room Bed einfach für den Babybruder zu nehmen und den Frosch in der Bettmitte schlafen zu lassen. Schließlich geht er abends im Kinderzimmer ins Bett, schläft teilweise durch. Aber eben nur teilweise, wir haben hier noch regelmäßig Nächte, wo er sich bereits um 23 Uhr meldet und die "Besucherritze" ist auf Dauer keine gute Alternative. Zumal unsere Matratzen unterschiedlich hoch und weich sind.

Wir bekamen schließlich den Tipp mit dem Waldin Beistellbett. Das schaute tatsächlich nicht schlecht aus, überzeugte uns trotzdem nicht gänzlich.


Dazwischen schauten wir uns noch die BabyBay Beistellbetten an. Aber mal ehrlich, die Liegefläche im Verhältnis zur Nutzungsdauer und zum Preis, nein Danke!

Der Tom-Papa hatte letztendlich noch die Idee ein Ikea Kinderbett (165 cm x 75 cm)  für den Frosch ans Bettende zu stellen. Die Idee hatten wir aber schnell verworfen, weil der Frosch sicherlich nicht am Fußende liegen bleiben und dann doch in der Besucherritze landen würde.

Da entdeckten wir das Fabimax Beistellbett, welches 90 cm x 55 cm misst und stufenlos verstellbar ist. Genau richtig, nicht zu groß und nicht zu klein und die Kommode neben dem Bett würde ich auch noch auf bekommen. Zusätzlich kann man hier zwischen zwei Matratzentypen wählen und der Preis ist absolut bezahlbar. Wir haben uns für das Bett ohne Verlängerungsseite entschieden, da wir sowieso einen sehr breiten Bettrand haben und die Lücke mittels einer Fleecedecke überbrücken werden. So handhabten wir das bereits beim Frosch-Beistellbett.

Montag, 2. Juni 2014

Wochenwechsel - 37. SSW - Geburtsplanungsgespräch im Krankenhaus Nr. 2 - neue Erkenntnisse

Der Frosch ist 1 Jahr, 11  Monate, 3 Wochen und 1 Tag alt

37. Schwangerschaftswoche, 36 Wochen und 0 Tage Schwanger bzw. 36 Wochen und 3 Tage Schwanger


Um 13:00 Uhr sollte ich mich zum erneuten Geburtsplanungsgespräch inkl. Untersuchung in meinem Wunschrankenhaus einfinden. Pünktlich fuhr ich los, hatte Glück und ergatterte sogar einen Parkplatz in Krankenhausnähe und dann saß ich dort und kam erst nach 14:00 Uhr dran.

Nun bin ich wieder Zuhause, untersucht wurde ich nicht. War dann aber auch gar nicht notwendig. Die Ärztin schaute sich die Kaiserschnittnarbe zumindest von Außen an und tastete ab, ob ich ggf. auch Schmerzen habe, die von der Narbe herrühren, dem war aber nicht so.

Jedenfalls kam heute für mich, eine ganz neue Erkenntnis zur Geburt vom Frosch 2012.
Der Geburtsbericht lag beim letzten Gesprächstermin leider nicht vor, obwohl ich das bei der Terminvereinbarung gesagt hatte. Heute lag er vor, aber von Anfang:

Die Ärztin hat mich zur Geburt vom Frosch gefragt, was ich persönlich denke, was damals das Problem war. Warum es zum Geburtsstillstand und zum Kaiserschnitt kam. Ich erklärte ihr, dass ich der Meinung sei, dass die uneffektiven Wehenstürme, die sich alsbald nach dem Blasensprung einstellten, in Verbindung mit der späteren PDA und meiner Unbeweglichkeit, eine Mitschuld tragen würden. Darauf hin erklärte sie mir, dass der Frosch schlicht mit dem Kopf falsch eingestellt war. Er wollte mit der vollen Längsseite des Kopfes voran ins Becken.  Daraus folgere ich nun, dass vordere Hinterhauptslage falsch in meinem Mutterpass steht.

Danach haben wir über meine starken Schmerzen gesprochen und die Ärztin wollte von mir wissen, was ich mir für die Geburt vorstelle und möchte. Ganz klar war, dass ich keinen geplanten Kaiserschnitt möchte. Zur angesprochenen Einleitung habe ich meine Bedenken geäußert, was man halt über Einleitungen gerne mal hört und dass ich mir nicht sicher bin, ob das für mich, schon durch den vorangegangenen Kaiserschnitt ,eine Option ist. Jedenfalls konnte sie meine Bedenken dbzgl. weitgehend zerstreuen.

Die Möglichkeiten an Mittel und Wege einzuleiten scheinen, trotz Kaiserschnitt, doch breiter gefächert zu sein, als ich annahm. Lediglich eine Tablettenform dürfe nicht angewendet werden.

Allerdings ist es trotzdem so, je unreifer der Befund des Muttermundes, je früher die Schwangerschaftswoche, desto unwahrscheinlicher, dass eine Einleitung etwas bewirkt.

Sollte es Mutter und Kind aber gut gehen und sich trotz Einleitungsversuche keine Geburt einstellen, könnte weiter Zugewartet werden. Ganz klar sei bei mir aber ein gewisses Restrisiko gegeben, dass es wieder im Kaiserschnitt enden könne. Aber mit diesem Gedanken musste ich mich so oder so schon anfreunden. Egal, wie die Geburt startet.


Mein Geburtskanal sei aber, dadurch, dass der Frosch falsch eingestellt war, tatsächlich wie bei einer Erstgebärenden und nicht, wie von mir angenommen, wie bei einer Zweitgebärenden.

Einleitungen macht mein Wunschkrankenhaus erst ab der 39. SSW (38+0), was faktisch nächste Woche am Freitag den 13. der Fall wäre. Ob das so ein gutes Zeichen ist?!

Ich habe mir dieses Datum nun als neuen Meilenstein genommen. Dann sind der Geburtstag und der Kindergeburtstag vom Frosch bereits um und vielleicht kann ich dann auch sagen, jetzt habe ich es bis hierhin geschafft, jetzt schaffe ich auch noch die restliche Zeit.

Es darf also bzgl. Entbindungstermin gerne weiter getippt werden.
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