Sonntag, 19. Juni 2016

Puuuuusssstt, wisch, entstaub - Ist noch wer da?

Ist ja eigentlich fast schon peinlich, wie lange hier nichts passiert ist! Woran lags? Es hatte vielerlei Gründe. Zum einen die Zeit in Verbindung mit einer Schreibblockade. Ich wusste einfach nicht, worüber ich berichten soll. Ich meine, ständig davon zu schreiben, wie gestresst man ist und Kinder schlecht schlafen und man sich nach Freizeit sehnt ist irgendwann auch langweilig. Das hat ja sogar mich gelangweilt...

Aber es war halt leider tatsächlich so. Der geringe Altersabstand ist nach wie vor kein Zuckerschlecken und statt mal andächtig und friedlich miteinander zu spielen, hauen sich meine Jungs lieber die Köpfe ein. Aber das gehört wohl auch dazu, ich habe noch Hoffnung, dass es besser wird. Immerhin sind sie seit dem 11.06. und 13.06 schon 4 und 2 Jahre alt. Waaaaah! Wo bitte ist denn die Zeit hin?! Wo sind meine Baby geblieben?!

Seit September 2015 geht Paul in die Kinderkrippe und der Tom in den Kindergarten. Mittlerweile ist es tatsäch so, dass der Tom nicht mehr ganz so häufig und so extrem krank ist. Beim Paul, ist leider noch das Gegenteil der Fall. Dabei hatten wir gedacht, dass es ihn in der Krippe nicht ganz so hart trifft, weil er sich als Baby ja schon ständig beim großen Bruder angesteckt hat.


Man hätte nun also meinen können, ich hätte ab September wieder Zeit gehabt um auch mal einen kurzen Bloggpost zu verfassen. Ich saß ab und zu tatsächlich davor und wollte loslegen, aber ich wusste nicht, was ich berichten sollte. Davon, dass ich jetzt zwar augenscheinlich auch mal Freizeit für mich als Person und nicht als Mama habe?! Dem war leider nicht so ganz so, weil ich über den Herbst-Winter wieder ständig kranke Kinder Zuhause hatte und wenn ich dann doch mal "alleine" war, war ich damit beschäftigt den Haushalt auf Vorderman zu bringen, Einzukaufen und dann Kinder wieder abzuholen.

Ich hätte eigentlich auch mal gerne wieder ein Outfit of the day oder DaWanda Shoplieblinge gepostet, da das nicht all zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Aber wenn man nicht fotografiert, dann kann man auch nichts zeigen. Zu meiner Schande habe ich irgendwie damit aufgehört. Also zumindest mit der Kamera und die Handy Fotos taugen dann doch nicht so viel, qualitativ jedenfalls. Letztes Jahr um Weihnachten, als mir einfiel, dass ich noch gar keine Jahreskalender mit den Jungs gemacht hatte, viel mir dann auch auf, dass ich nicht mal gute Bilder zur Verfügung hatte. Hab dann in der Knappheit der Zeit die Kamera ausgepackt und versucht meine wuseligen Kinder zu fotografieren, die nicht in Stimmung dazu waren. Aber es gab dann für die Großeltern doch noch einen schönen Kalender und ich hatte mir geschworen wieder mehr zu fotografieren. Geklappt hats nicht.


Im Januar habe ich den Paul dann endgültig abgestillt. Fast 20 Monate und damit etwa doppelt so lange wie den großen Bruder, habe ich ihn gestillt. Ursprünglich ging ich davon aus, dass wir das nicht so einfach auspendeln lassen können. Paul hatte ja nie einen Schnuller und an Flaschen war er auch nicht interessiert. Aber es ging dann wirklich sehr einfach und unkompliziert. Und man muss auch sagen, dass kein Schnuller und keine Flasche rückblickend betrachtet auch ihren Vorteil haben. Paul trinkt nachts einfach Wasser, fertig. Der Tom trinkt heute noch morgens eine Milchflasche und braucht nachts noch einen Schnuller. Tagsüber seit Ostern nicht mehr, der Osterhase hat nämlich eine Ladung abgeholt und nur noch für nachts welche da gelassen.

Ja Ostern, war nicht so ganz der Hit dieses Jahr. Wir wollten eigentlich noch mal einen Versuch wagen, die Familie war noch nicht komplett. Es hat auch gleich im ersten Zyklus nach dem Abstillen geklappt. Aber irgendwie war von Anfang an der Wurm drin. Zuerst hatte ich ein Hämatom, dass mir fast bei jedem Toilettengang einen Herzinfarkt beschwert hat und dann hat man einfach nicht gleich was gesehen im Ultraschall. Das kannte ich halt so gar nicht. Bei meinen Jungs war immer sehr früh schon was da. Dieses Mal eben nicht und als dann in der 7. Woche endlich ein Herzschlag da war, zuerst Erleichterung. Als ich 14 Tage später zur Kontrolle kam und das Hämathom tatsächlich weg war, war kein Herzschlag mehr da und der Embryo schon eine Woche in der Entwicklung zurück. So hatte ich dann vor Ostern noch eine Ausschabung, in der 9. Schwangerschaftswoche. Zuerst war ich gar nicht traurig, nur so unsagbar wütend. Wütend, dass nach diesem ganzen Hin und Her dann doch nichts war. Traurigkeit kam erst später. Ist schon doof, wenn man in einem Umstandsforum aktiv ist und dann der ursprüngliche Monatsthread immer das ist, was einem zuerst ins Auge spring. Aber eigentlich hat auch der Gedanke überwogen, dass einfach was nicht in Ordnung war und dass die Natur es schon richtet und es daher auch für mich in Ordnung war. Und nun, nun ist der Wunsch gerade in weite Ferne gerückt, wir wissen noch gar nicht, ob wir es überhaupt noch einmal versuchen wollen.


Ich habe kurz nach der Ausschabung nämlich beschlossen mich abzulenken und den angefressenen Pfunden den Kampf anzusagen. Ich hatte fast 66 kg, wenn nicht sogar einen Tacken mehr. Hatte einfach nur noch gegessen, wonach mir der Sinn stand. 5 Mal am Tag Schokolade, Pommes, Pizza, Bratwurst, kein Problem. Nun sind fast 11 Wochen rum, 8 Wochen intensiven Sports und 11 Wochen Ernährungsumstellung. Aber ohne Hungern, sondern einfach nur gesunde Dinge essen und Schokolade in Maßen, nicht in Massen. Nun bin ich bei knapp 63 kg angelangt und dazu sei noch erwähnenswert, dass ich seit 3 Wochen in jeder Brust 335 g mehr habe. Jawohl, ich habe es getan. Nach 2 ausgetragenen Schwangerschaften und 10 Monaten und 20 Monaten stillen, war da einfach nichts mehr da. Nicht mal mehr ein A Körbchen.

Und von dieser OP erhole ich mich gerade noch, Dienstag kommen die Fäden raus und dann darf ich auch wieder mit Sport anfangen und jetzt, jetzt geht's zum Mittagessen zu den Schwiegereltern. Lecker!




Montag, 23. November 2015

Da wären wir wieder, oder auch nicht

Wahnsinn, wie lange es her ist, dass ich hier etwas geschrieben habe? Wo ich war?! Eigentlich im ganz normalen Familienwahnsinn. Irgendwie komplett darin versunken, ohne die Möglichkeit mich mal in Ruhe - und zum bloggen brauche ich einfach Ruhe - an den PC zu setzen und als ich sie dann hatte, beschloss mein Computer abzutreten.

Ich bin ehrlich, ich habe mich sehr nach dieser Zeit gesehnt. Alleine zu sein, so richtig alleine. Sich zu langweilen, nicht zu wissen, was man machen soll. Einen Film im TV angucke ohne, dass nach 30 Minuten Geräusche aus dem Babyphone erklingen und man erneut im Schlafzimmer festhängt, obwohl man dort ja bereits knappe 2 Stunden war und sich gerade erst erleichtert auf die Couch gesetzt hat. Einfach Zeit, den Haushalt zu machen, ohne Unterbrechung oder besser gesagt, ohne jemanden, der hinten wieder ausräumt, was man vorne gerade eingeräumt hat. Hach ja, seuftz. Es waren schon recht anstrengende, mich komplett einnehmende Monate seit der Geburt von Paul.

Seit September geht er in die Kinderkrippe, Tom in den Kindergarten. Die Eingewöhnung war beim Kleinen nicht so easy, wie ich sie vom Großen kannte. Aber mittlerweile rennt er morgens schon fröhlich rein und sucht sich sofort etwas zum Spielen. Paul braucht Aktion und andere Kinder / Menschen um sich. An Tage, wo das Wetter schlecht ist und man nur bedingt raus geht oder Anreize bietet, erinnert der Zwerg hier regelrecht an ein Tier, dass man im Käfig eingesperrt hat. Er will raus, er muss raus, er braucht Abenteuer, Entdeckung. Er ist ein richtiger Unruhegeist, der dann anfängt das ganze Haus zu zerlegen. Unglaublich neugierig, alles ist spannend für ihn. Immer noch der absolute Motoriker im Vergleich zu seinem großen Bruder, der hier sprachlich ganz weit vorne ist, aber nach wie vor bei Treppen o.ä. unsicher. Der Kleine klettert, turnt und rennt, ohne Furcht. Sprechen?! Wozu, wenn man mit "ähähäh" auch einigermaßen klar kommt.


Meine zwei wundervollen Jungs, so ein knapper Altersunterschied, die selben Eltern ;) und doch so absolut unterschiedlich in ihren Eigenschaften. Da dachten wir doch tatsächlich, der geringe Altersabstand bringt die beiden mal nah zusammen. Aktuell haben wir hier eher Hahnenkämpfe. Tom baut etwas auf, Paul kommt an und zerstört es. Geschrei und Gezanke. Aber es gibt sie auch vermehrt, diese Momente, diese Momente, wo der große Bruder zum kleinen Bruder sagt "Komm, ich zeig dir die Dinosaurier im Buch" und beide davon wieseln, es sich im Arbeitszimmer auf dem Bett gemütlich machen und gemeinsam Bücher anschauen. Es wird, es wird tatsächlich einfacher, auch, wenn man es am Anfang nicht glauben mag.

Sie ist wieder da, die Freizeitlücke für mich, die Zeit in Ruhe den Haushalt zu machen, die alltäglichen Dinge ohne Hetze zu erledigen. Die Zeit, auch mal einen Film in Ruhe anzusehen. Wow! Er ist da der Wunsch nach einem dritten Kind. Seit ihr wahnsinnig?! Müssen wir wohl sein...

Montag, 13. Juli 2015

Erinnerung an die Tragezeit

Wir hatten ein Fotoshooting als Erinnerung an die Tragezeit. Paul ist mittlerweile 13 Monate alt, er wird zwar noch täglich im Tuch getragen, aber ab September kommt auch er in die Kinderkrippe und ich denke, es wird dann stark nachlassen. Tom kommt in den Kindergarten und er ist sowieso nur noch ganz selten im Tragetuch. Aus diesem Grund und auch zum festhalten, der wunderschönen Tragetücher, hatte ich mir dieses Fotoshooting gewünscht und bin ganz verzaubert von dem Ergebnis. Wir haben natürlich noch wesentlich mehr Fotos, hier eine kleine Auswahl.










Samstag, 13. Juni 2015

12 Monate - Happy Birthday!

Nun ist es schon wieder soweit und wir feiern deinen ersten Geburtstag. Mein kleiner Wichtel, du hast bei der U6 gerade mal 72 cm gemessen und 7,6 kg gewogen und dennoch bist du für mich der Größte. Du läufst hier seit einigen Wochen herum, als hättest du niemals etwas anderes gemacht.

Du bist so unglaublich neugierig, alles ist für dich spannend. Hier ein Stein?! Ach, da ist ein Käfer und da vorne, ein Grashalm und schnell zur Sandschaufel. In Sekunden bist du überall, du kannst dich aber auch erstaunlich lange, ganz alleine beschäftigen und Gegenstände untersuchen, sie betrachten. Der Deckel gehört auf die Schüssel?! Na klar, immer und immer wieder probieren. Aber alleine auf und wieder zu drehen klappt noch nicht, da wird empört aufgeschrien.


Laut sein, das kannst du auch, laut sein vor Lebensfreude, aber auch mal vor Wut. Wut kommt aktuell genauso oft vor, wie Freude. Wut deshalb, weil wir dich nicht immer gleich verstehen oder dir Sachen wegnehmen, die du gerne haben möchtest, aber nicht haben sollst. Aber das laute Lachen und freudige Glucksen überwiegt.

3 Zähne auf einmal hast du diesen Monat wieder bekommen und nun hast du alle 8 Schneidezähne, als nächstes stehen die Backenzähne an.

Happy Birthday, Wichtel!

Mittwoch, 10. Juni 2015

Alltagsneuigkeiten

Ich habe so viele Ideen im Kopf, Dinge über die ich bloggen möchte. Aber nach wie vor sitze ich recht wenig am PC und wenn ich doch einen Versuch wage, habe ich innerhalb kürzester Zeit ein Baby unter dem Schreibtisch sitzen, dass in Kabel beißt, den leuchtenden Knopf vom Computer absolut spannend findet, versucht den Mülleimer auszuräumen, Schubladen aufzieht und Telefonbücher isst oder anderen Unsinn veranstaltet. Konzentration beim bloggen quasi unmöglich. Klingt beim Lesen wirklich lustig, die Dummheiten die unser Mini veranstaltet, sind allerdings wirklich anstrengend. Man muss permanent hinterher sein .Er fühlt sich von allem magisch angezogen, wo wir in Panik verfallen, Toilette näher untersuchen zum Beispiel oder Duschzeug öffnen und versuchen zu trinken. Was wir schon alles leer geräumt haben, damit das Äffchen da nicht mehr dran kommt. Ich kann mich nicht erinnern, dass unser Großer das in der Form und mit dieser Ausdauer betrieben hat wie sein kleiner Bruder. Der hält uns ordentlich auf Trapp.

Neulich waren wir mit Paul bei Lidl Lebensmittel einkaufen. Das findet er immer sehr spannend. Er freut sich regelrecht auf den Sitz im Einkaufswagen und versucht dann sich einige der Lebensmittel zu angeln, die wir in den Wagen befördern. Aber auch hier muss man aufpassen, alles wird sofort auf Reiß- und Bissfestigkeit getestet.

Wusstet ihr eigentlich, dass man zwar Kinderkleidung in Intervallen bei Lidl in den Läden erwerben kann, dass es zusätzlich aber ein großes Baby- und Kleinkindersortiment ausschließlich online zu bestellen gibt? Als ich kürzlich auf der Suche nach Informationen zu Sandkästen war, bin ich im Onlineshop von Lidl gelandet.


Gerade sind beide Jungs mit ihren Launen sehr wechselhaft und unberechenbar. Sie zahnen seit Wochen gleichzeitig. Tom bekommt die letzten beiden Backenzähne und Paul hat gerade diesen Lebensmonat wieder 3 Zähne auf einmal, die durchbrechen. Er hat mit seinen 11 Monaten also schon 8 Zähne, wo sein Bruder gerade mal 3 Stück hatte. So sind beide Jungs im einem Moment offensichtlich noch gut drauf, das kann dann zwei Minuten später schon ganz anders aussehen. Ich hoffe, dass zumindest der Große es bald hinter sich gebracht hat.

Was kann ich übers Schlafen berichten? Beide Kinder schlafen nach wie vor bei uns im Bett. Links und rechts die Beistellbetten dran. Aber eigentlich liegen in den Beistellbetten mehr mein Mann und ich als die Kinder. Tom schläft zuverlässig durch, Paul leider nicht. Vor 20 Uhr sollte man ihn am besten gar nicht ins Bett legen, entweder er wacht dann um 21 Uhr fit wie ein Turnschuh noch einmal auf oder morgens um 3 Uhr.

So versuchen wir aktuell ihn um 17 Uhr rum noch etwas schlafen zu lassen, was sich nicht  zwangsläufig einfach gestaltet, da er tagsüber alle 2-4 Stunden müde ist und das nicht immer zeitlich passt. Hält man Paul aber von mittags an wach und legt ihn z.B. übermüdet um 20 Uhr ins Bett, können wir sicher sein, dass er absolut schnell und zuverlässig einschläft... für 30 Minuten. Diese 30 Minuten Stillt er komplett durch und wird dann unruhig. Es dauert 45 bis 60 Minuten, bis er wieder in einen tiefen Schlaf oder besser gesagt in eine Art Milchkoma fällt.

Mittelweile haben wir aber tatsächlich Nächte wo ich nur 1-2 Mal Stille und er ruhig und gut schläft. Es sind wenige, aber immerhin. Außerdem lässt sich das Äffchen tagsüber auch mal prima vom Papa zum Schlafen bringen oder der Oma. Allerdings klappt es mit dem alleine Schlafen mäßig und nie lange. Das ist natürlich schwierig, an Tagen wo ich mit den Kindern alleine bin. Paul ist daher noch viel im Tragetuch und schläft oft 2 von 3 Schlafeinheiten darin.

Die Nonomo-Federwiege nutzen wir leider auch gar nicht mehr. Im Frühjahr waren beide Kinder ständig sehr erkältet, mit starkem Husten und Schnupfen und da war es nicht möglich, den schlafenden Paul in der Nonomo abzulegen. Irgendwie hat es sich auch nicht wieder ergeben, im die Federwiege schmackhaft zu machen. Aber mit dem Tragetuch klappt das wirklich gut und ich denke mit dem Krippenstart Mitte September wird sich am Tageschlaf noch einmal einiges ändern.


Gestillt wird hier übrigens immer noch sehr viel. Wer sich erinnert, Tom hatte ich mit etwa 10,5 Monaten abgestillt. Aber bei Paul ist noch kein Ende in Sicht, von beiden Seiten aus. Er isst zwar Brei, aber selten ein 190ml Glas. Oftmals genügen im die 125ml Gläschen. Richtiges Essen findet er zwar gut, aber es fehlt ihm noch an Geduld, dass genug im Bauch landet und satt macht. Dadurch wird zu einigen Tagesschläfchen gestillt und abends zum Schlafenlegen und natürlich nachts und morgens vor dem Aufstehen. 

Nun stehen Morgen und Samstag die Geburtstage der beiden an und wir sind mit den (letzten) Vorbereitungen beschäftigt. Schon komisch, jetzt ist das erste Lebensjahr von Paul auch schon wieder vorbei und mein Großer wird tatsächlich 3 Jahre alt.
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